fehlerfreudig

Foto von Adrian, 7 Jahre
Foto von Adrian, 7 Jahre

Fehlerfreudig zu werden - für viele von unserem Aufwachsen ein scheinbar anderer Planet. Wir wurden häufig auf Perfektion erzogen. Oder haben uns das schon sehr früh als Überlebensstrategie zugelegt.

 

Im lernen mit LAIS z.B. gehört fehlerfreudig zu sein zu den Tools, die Zugang zu Kreativität, Freude und miteinander auf Augenhöhe zu lernen schaffen. Das ist wirklich spielen. Wie sonst will ich was erfahren oder entdecken?

 

Erkenne ich einen Fehler, geb ich ihn zu (sofort) und kümmere mich um Wiederherstellung. 

 

Von natürlich begleiteten Kindern kann man sehen, wie genussvoll man fehlerfreudig sein kann! Denn sobald der Fehler erkannt, zeigt sich eine neue Möglichkeit, die pure Kreation sein kann! 

Und das ist leben. 

Wir sind hier um Fehler zu machen. 

Aus dem ist Mensch sein gemacht. 

Erst daraus kann Entwicklung überhaupt stattfinden. 

Wie anmassend wir so sind, wenn wir uns mit Perfektionsanspruch über Gott stellen?

Es ist hilfreich sich an Perfektion zu orientieren um der Klarheit wegen. 

Aber unser Anspruch das zu sein zu wollen oder zu müssen ist das Dilemma. 

Da verweigern wir das Mensch sein.

 

Fehlerfreudig zu werden lohnt sich! 

Das entspannt nicht nur mich selbst sondern vor allem auch mein Umfeld ... :-)

Schritte in die Kraft

Kann ich meine Schritte in die Kraft so gehen, dass ich die Angstwellen, die meine Bewegung auf meine Umgebung macht liebevoll beinhalten kann? Gewohnheiten zu Durchbrechen braucht Mut. Liebe hat nichts mit recht machen zu tun. 

Und liebevolle Sanftheit mit mir und damit auch mit meinem Umfeld darf mehr und mehr Platz nehmen ...

mit einander

ich bin zutiefst davon überzeugt, dass wir es nicht alleine schaffen müssen. Es ist unsere Verantwortung ein sicheres Umfeld zu schaffen. Und wir brauchen einander - deshalb sind wir da!

Geborgenheit erfahren

Das Genährt sein als Baby. Körperkontakt zur Mama. Muttermilch. Mamas Präsenz.

Das halten des eigenen Körpers. Berührung Haut auf Haut (meine Hand liegt auf meinem nackten Bauch oder Oberarm oder Hals, ...) Und sanfte Kreise vom Bauch heraus. Vom Unterbauch (1., 2. Chakra). Da wo das Urvertrauen sitzt, die Kraft der grossen Mutter. Ich finde mich langsam in meinen Rhythmus ein, den ich brauch, in die Art der Bewegung, egal wie subtil sie ist. Nehm den Atem als Unterstützung. Auf dass sich langsam wohliges Vertrauen ausbreiten darf. Nach oben, wo es mir hilft, die Energie nach untern sinken zu lassen und damit den Kopfbereich zu entlasten. Nach unten bis in die Zehen und darüber hinaus bis tief in den Boden, der mir einen gesunden Austausch mit der Erde ermöglicht.

So darf ich mehr und mehr landen in meinem Körper, hier auf der Erde. So kann ich die Nabelschnur zur Erde spüren, die mich immer nährt.

Das ist eine Übung die ich jeden Moment neu beginnen kann, aber eine Übung die ich nie beenden brauche. Die kann den ganzen Tag über gehen und vor allem auch in der Nacht. Ich lege meine Hand da hin, wo es mich gerade nährt. Das innere Schaukeln stellt ich ganz subtil mit der Zeit wie von selbst ein, wenn ich es brauche. Was brauche ich gerade von der Mama? Körperkontakt? Milch? Ihre Präsenz?

Sobald ich das herausgefunden habe, kann ich mich (auch im im Aussen) darum kümmern.

Ich kann mich selbst umarmen, halten, berühren, oder besser von jemanden halten lassen, wo es nährend ist.

Ich kann mich mit nährender Nahrung oder heilenden Mitteln versorgen, oder einfach Wasser das Elixier des Lebens schluckweise nährend einfliessen lassen in mein Das sein.

Ich kann mit mir selbst präsent sein, oder besser mit jemanden sein, der mir den Raum halten kann. (einfach nur sein)

Vor allem anfangs kann das Tränenmeer fliesen als wolle es nicht mehr aufhören. Und ich kann das aber regulieren, dass es in meinen Alltag einfliessen darf. Räume schaffen, wo die Tränen einfach fliessen dürfen. (Auch wenn ich sie unterdrücken muss, kann ich trotzdem sagen: ja ich sehe deine Tränen und kann das Wasser spüren, dass hinunterfließt und in den großen Kreislauf einfließt.) Und wenn da noch kein Zugang zu den Tränen ist, auch damit einfach liebevoll sein. Wie eine Mutter, die sich um ein Neugeborenes kümmert und doch am Leben teilnimmt. 

 

Und ich sehe diese pubertäre männliche Energie, die trotzt und ärgerlich ist und will. Die sofort in Angriff gehen will und sich zugleich hinter dem Schild versteckt. Die die einfach mal schreien will und einfach mal um sich schlagen will. Die ihre Kräfte spüren will und die körperlichen Grenzen erforschen mag.

Einfachmal mal komplett „auszucken“. Einmal so schreien, dass es endlich still werden kann im Innen. 

 

Dieses ganz gross und gleichzeitig ganz klein zu sein. Was Kinder um sieben herum sehr deutlich zeigen können. Ich will schon ganz gross mitspielen in der Welt und sobald es zur Verantwortung kommt, fallen sie ins Babystadium zurück. Kann ich dafür den Raum halten? Liebevoll da sein, dass sich „das innere Kind“ das ich bin Schritt für Schritt in diese Verantwortung hineinentspannen kann. Haben die Schritte das richtige Maß, scheint jeder Schritt machbar.

Nehm ich mir einen zu grossen Schritt vor, fang ich ihn erst gar nicht an zu gehen.

Wie bin ich hilfreich?

Ich liebe dich und unterstütze dein authentisches Selbst. Und ich unterstütze NICHT deinen Schattenanteil (sofern er mir bewusst).

Was heisst dieser Satz in schwierigen Beziehungssituationen?

Habe ich so viel Basis dich in deinem "Kampf mit dem Ego" so zu begleiten, dir den Raum liebevoll zu halten bis du wieder bei dir bist? Egal, wie bedrohlich das sich anfühlen mag?

Oder wo ist der Punkt, wo ich den (Blick) Kontakt nicht mehr halten kann, wo ich klein beigebe um selbst "heil" zu bleiben. Alles gut, solange ein Teil von mir den Prozess bezeugen kann. Wenn nicht, macht auch nichts, dann bekomm ich das eh (noch) nicht mit und die Situation wiederholt sich „extra“ wieder, dass ich das wieder üben darf.  :-)

 

Selbstkontakt

Vor einem Jahr waren wir mitten drin in den tiefen Forschungen des inneren Raumes. Heilpraktikerin und Yogalehrerin Jana Janzen und ich sind Stunden, oft Tage intensiv in inneren Schauen und Fühlen im Selbstkontakt, während wir jeweils vom anderen gefühlt bezeugt wurden. Unsere Werkzeuge haben sich genial ergänzt und es ist eine schöne Methode entstanden. Ein Werkzeug zur Traumatransformation.
Wenn wir soweit sind, freuen wir uns dieses Werkzeug in unterschiedlichen Formen zu zeigen :)

Mit dem Leben

... lange haben wir den Boden bereitet und nun sind bald die ersten Pflänzchen zu sehen ....

 

Mit Johannes Heubach forsche ich schon längere Zeit an dem Raum dazwischen. Was mag da entstehen, wenn wir uns dem Jetzt widmen?

Es ist einfach das feiern der Vorfreude, unserer neuen Webseiten, die dann, wann es so weit ist so weit sein wird ...

Jeden Donnerstag treffen wir uns zu einem offenen Workshop wo wir und dem ich im WIR widmen ...

 

Fühle dich eingeladen mal bei uns vorbei zu schauen, wenn es dich zieht ... Mit dem Leben

Buch Beziehungs-Raum-Pflege

Einführung 

Es begann schon früh in meiner Kindheit… ich konnte nicht verstehen, warum es Konflikt gibt. „Das sind doch nur Missverständnisse.“ Und auch viele Jahre später hörte ich den Satz: „Würdest du die Geschichte dieser Person kennen, würde sich dein Verhalten zu ihr verändern können…“

Was ist der Motor unseres Tuns? Und warum kommen wir immer wieder auf einen Punkt, wo wir das Herz eng machen, statt weit? Was ist die Kombination dieser Reaktion auf einen Moment oder eine Situation? Sehr komplex und doch aus größerer Perspektive so einfach. Wir Menschen und unser Beziehen.

Und wie kann ich darüber schreiben, in der selben Intensität, wie bei meiner Arbeit in Gruppen oder in Einzelsessions? Wo ich eben vom Moment schöpfe. Von genau der Komposition, die eben jetzt im Raum ist. Bei dem Thema, das jetzt gerade sich zeigen möchte. Manchmal werden große Themen mental in den Raum gebracht, haben aber kaum Energie. Oder es ist nichts, das sich in diesem Raum nach Wunsch „erledigen“ lässt. Und oft ist es so dass dem Betroffenen noch vor der Sitzung gar nicht bewusst ist, was für ein Thema sich zeigen wird und wie es gesehen, also bezeugt wird, darf sich was transformieren und Entspannung darf Platz nehmen.

In diesem Buch möchte ich die Basis meiner Arbeit in Beziehungsraumpflege beschreiben. Das sind meine Erfahrungen in vielen Jahren Arbeit mit Menschen. Ich lade dich ein mit mir in Dialog zu sein während des Lesens so wie ich mit dir im Dialog bin während des Schreibens. Also schreiben wir sozusagen gemeinsam an den Buch. Im Sinne des einen Menschen, des einen großen Nervensystems dass wir gemeinsam sind. So ist auch der Inhalt des Buches sozusagen eine Momentaufnahme für die jetzige Zeit und das jetzige Verständnis und ist für ständiges Update offen. Und ich lade dich ein, ganz neu dich  einzulassen auf das Geschriebene. Mir hat das immer wieder tiefe Reichtümer eröffnet, wenn ich wieder was neu gelernt habe und die Bedingung von den Lehrern war, dass ich alles bisherige mir angesammelte Wissen mal loslassen soll um mich ganz auf das kommende einlassen zu können. So wie Kinder, sofern sie natürlich aufwachsen dürfen, noch ganz natürlich die Fähigkeit haben, sich in diesen Moment einzulassen, der gerade ist.

Salon der Heimatgefühle

Salon der Heimatgefühle 2020

PERFORMANCE – KAMMERMUSIK – MEDITATION – KULINARISCHE SCHMANKERL – GSPÜRIGE GESPRÄCHE

 

26. Oktober 2020

Brunnenpassage am Yppenplatz

10:00 – 11:00 Frühstück zum Einstimmen @home via Zoom

14:00  – 17:00 Uhr Tagessalon mit Spaziergängen

18:00 – 20:00 Uhr Abendsalon

 

Ein Tag zur Erforschung der eigenen Beziehung zu Österreich, zu einem anderen Heimatland oder zum daheim-Sein überhaupt.

Welche Gefühle tauchen auf, wenn das Wort Heimat fällt? Was bedeutet es für jede*n von uns wirklich, sich „daheim“ zu fühlen? Wie fühlt es sich an, hier schon jahrelang zu leben und immer (noch) als „fremd“ angesehen zu werden? Ein Programm mit Dialogen, Performance und Musik lädt am Nationalfeiertag dazu ein, deine eigene vielschichtige Beziehung zu Heimat zu erforschen und zu spüren.

Für diesen Anlass hat das Team des Salons das Interaktions-Spiel “Der Heimatkompass” entwickelt, das den vielen Facetten von Heimat, als auch der kulturellen Vielfalt Wiens gleichermaßen gerecht wird. In tiefgehenden Gesprächen finden Menschen aus unterschiedlichen Lebenswelten zueinander, und erfahren, was daheim-Sein für die „Anderen“ bedeutet. Heimatliebe, Scham, Wut, Zerrissenheit, Geborgenheit, Heimweh, etc. – alles ist willkommen.

Der Salon der Heimatgefühle ist offen für Menschen jeder Herkunft, jeden Geschlechts, jeglicher sexueller Orientierung, in jeglicher (Nicht-)Beziehungsform lebend und mit jeder körperlichen Besonderheit.

 

Dieses Jahr war meine Position: Team-Coaching, Projektbegleitung in energetischer Nachhaltigkeit, Supervision, Beziehungs-Raum-Pflege


Salon der Heimatgefühle 2019

Zum zweiten mal fand am 26.Oktober 2019 diese Veranstaltung statt, bei der ich wieder als Raumhalterin und energetischer Teamcoach dabei war.

 

26. Oktober 2019

Aktionsradius am Gaußplatz 11

10:30 Ankommen – 11:00 Beginn – Ende 22:00 Uhr

Welche Gefühle tauchen auf, wenn du das Wort Heimat hörst?

Wir werden alle irgendwo geboren, wachsen irgendwo auf, möglicherweise mit Bezug zum Heimatland oder eher nicht, möglicherweise stark verwurzelt oder lieber anderswo oder nirgendwo. Vielen fällt es leichter sich im eigenen Grätzl oder in der Welt heimatlich zu fühlen als in einem Land, zum Beispiel in Österreich.

Es war gerade Wahlkampf, bald ist wieder Staatsfeiertag, es wird viel von Heimat gesprochen – doch: Was bedeutet es für jede*n von uns wirklich, uns wo „daheim“ zu fühlen? Wie fühlt es sich an, hier zu leben und gleichzeitig immer (noch) als „fremd“ angesehen zu werden? Wie wirkt sich das aus, wenn die eigenen (Groß)-Eltern Nazis bzw. Mitläufer*innen waren? Oder wenn sie einst hier ihr Zuhause hatten und von da fliehen mussten? Wie geht das, sich an einem Ort (wieder) zu beheimaten? Können wir auch viele Heimaten gleichzeitig haben? Oder ist Heimat immer da, wo unsere Füße gerade den Boden berühren?

 


TEAM

Initiatorin und Moderation: Teresa Distelberger art of co

Künstlerische Gestaltung und Performance: Mario Sinnhofer aka TouchedSimon Mayer und Teresa Distelberger

Projektbegleitung: Karoline Maria Wibmer

Kulinarik: Uta Stromberger

Diese Veranstaltung findet statt im Rahmen der Stadtlabore „Musik findet Stadt“ – einer Kooperation von brunnenpassage und Wiener Konzerthaus, gemeinsam mit Kopfhoch, Künstler*innen von Volxfest, dem Aktionsradius am Gaußplatz 11 und art of co.


Salon der Heimatgefühle 2018 - Impressionen

Ort 2018: Wiener Volksliedwerk - Bockkeller, Gallitzinstraße 1, 1160 Wien

Adrenalin Kick - Innere Arbeit

Am Wochenende war ich mit meinem Sohn Zuschauer bei einem Extremsport-Event was bei uns jährlich stattfindet.

Ich kontempliere, was da die Kombination ist. Und warum mag ich für mich keine extremen Sachen? Mir reicht mein „Adrenalin Kick“ bei der Begleitung meines Sohnes oder der Versuch, uns ein möglichst stimmiges Leben nach unseren besten Möglichkeiten die wir haben zu gestalten.

 

Bin ich mit meinem Herzraum offen da und schaue auf die Welt, ist die voll von „Extrem-Events“ in allen Richtungen. Also warum brauchen wir für unsere Jugend hier Sportarten wo es immer wieder Rettungseinsätze braucht? Warum rennt man freiwillig einen steilen Berg hoch, bis man sich übergeben muss?

 

Klar, wenn ich das mich Fühlen zurückdrehe, um kein „Weichei" zu sein, ist klar, dass ich ganz eine andere Schwelle habe um einen Kick zu fühlen, als wenn ich mit offenen Herzen zu mir selbst eine Tätigkeit mache. Wie mache ich eine Aktivität, wenn ich ganz im "mich wahrnehmen" bleibe? 

 

Wie hoch ist der Preis (von den anderen Anerkennung zu bekommen) eigentlich für mein inneres Fühlen und "da sein"? Kann ich mit meinem Körper durchs Leben gehen und ihn ehren und nicht ausreizen in alle nur erdenklichen Richtungen? Wie heilig ist uns der eigene Körper eigentlich? Wie viel Demut haben wir dem eigenen Leben gegenüber?

Warum sehen Extrem-Sportler in einem Moment der Not so aus als ginge es um ihr Leben? Das Ego ist da oft in „Lebensgefahr“. Regiert da wirklich das Ego über den Körper? Was sagt der Herzverstand dazu?

 

Verstehe ich einfach die „Sportlerseele“ nicht, oder ...?

Sich nicht offen fühlen zu können ist für mich schon schlimm. Warum tun wir das im Sport aus „Leidenschaft“? Klar ist es praktisch sich auf etwas so sehr zu konzentrieren, dass ich alles anderes ausblende. Bis wohin ist es gesund? Ab wann schädigt es den „einen Mensch“ der wir alle gemeinsam sind? Ich habe mich in ein paar Sportler hinein gefühlt. Und die Ähnlichkeit gesehen zu manchen  Heilprozessen, die ich in mir innerlich erlebe, wo es auch ganz an die Grenze gehen kann. Und da habe ich auch eine Ressource sehen können, durch das, dass das einige Menschen auf sich nehmen, stellen die das auch dem Kollektiven Raum zur Verfügung, was ein Mensch alles „leisten" kann.

 

Ich komme zu dem Schluss, das ich eigentlich ein ganz „langweiliger“ Mensch sein möchte, der es einfach gerne gemütlich hat. Doch das Leben fordert mich, dass einige Phasen (meist innerlich) spannender sind, als manche Filme. So reicht mir mein eigenes Leben, das spannend genug ist. So habe ich kein Bedarf an zusätzlicher Action.