Kartenset Karoline Maria

Begleitendes Werkzeug zur Kontemplation und Inspiration

Habe ich gerade kein Gegenüber und selbst kein Gespür, was die Kombination meines jetzigen Moments sein kann, oder was mein nächster möglicher Schritt in einem gewissen Aspekt ist, kann ich eine Karte ziehen und mich ein paar Minuten hinsetzen und die Karte auf mich wirken lassen.

Sich neugierig einlassen auf die Information. Z.B. mit der Frage: „Was kann mein Entwicklungsschritt in dieser Angelegenheit sein?"

Die Karten sind die Essenz meiner Erfahrungen und Forschungen der letzten Jahre spielerisch auf den Punkt gebracht.

Ich verwende Wörter, Konzepte und Inspirationen der Felder, in denen ich mich bewege. Mit der Intension, dass wir eine gemeinsame Sprache finden, ein gemeinsames Ziel haben und jeder seinen individuellen Beitrag dabei leisten kann. So erfinde ich keine Räder neu. Ich bringe hier meine individuelle Blüte aus meiner inneren Arbeit und der Arbeit der letzten Jahre mit Klienten ein. Energetisch nachhaltig - während des Gehens entstanden.

Karten waren für mich von Kind an ein hilfreiches Gegenüber, das mir half, das zu sehen, was mein blinder Fleck war. Nur waren die Karten meist nicht stimmig für mich. So bastelte ich mir bei Bedarf selbst welche, mit den Werkzeugen, die ich gerade als hilfreich empfand. Und so ist das auch die letzten Jahre gewesen.

Ich mische sie und ziehe verdeckt eine auf das Thema, das ich gerade kontempliere. Sehr oft ist das ein Überraschungs-Moment. Da mein Ego den Blinden Fleck nicht anerkennt. Das ist eine Demuts-Übung. Das ist das, was ich mir auch von meinem Umfeld nicht sagen lassen mag und es dann einfach nicht höre.

Und ich finde es nur sinnvoll in einem heiligen Moment. Ich verbinde das mit einem Gebet. Dass mir mein Höchstes einen hilfreichen Hinweis gibt. Habe ich nicht die nötige Demut, kann ich dieses Werkzeug wie jedes andere auch missbrauchen und als Umgehung verwenden.

Besonders interessant sind die Karten für Gruppenräume, da in Gruppen ja meist der gemeinsame blinde Fleck ist. In den Karten habe ich mehrere Quellen verbunden um das zu verringern.

Gestaltung der Kunstedition:

Glasbläserkunst auf Malerei von Veronika Petutschnig


1 Becoming

Thema ist sich auszudrücken, sich einzubringen in der Gruppe/Gesellschaft/Welt. Seinen Beitrag leisten wollen; seine Gabe sichtbar machen wollen - vor sich selbst oder den anderen.

 

Leider opfern wir oft in der Kindheit unseren natürlichen Ausdruck, um uns die Liebe oder Zugehörigkeit zu sichern. Da entsteht dann ein Bruch. Ich mache dann die Erfahrung, dass ich in meinem  authentischen Ausdruck nicht so liebenswert bin. So fange ich an mich zu verbiegen, um besser dazu zu passen. So braucht es manchmal seine Zeit, um wieder zu seinem authentischen Potential zu kommen.



2 Belonging

Thema ist die Zugehörigkeit zu einer Familie/Gruppe/Gesellschaft... Sicherheit in der Gruppe

 

Ein gesundes Aufwachsen hat ein Gleichgewicht von sich dazugehörig fühlen (Belonging Karte) und sich auszudrücken (Becoming Karte) in seiner Individualität und sich damit einzubringen. Ist da ein Ungleichgewicht (wie bei vielleicht jedem von uns), haben wir unterschiedliche Methoden entwickelt, um für uns selbst einen sicheren Raum in uns zu schaffen.  Und das schafft aber oft das Gefühl von sich getrennt fühlen. Ich bin sowieso Teil von allem. Und ich darf das in jedem Atemzug spüren. Kann ich mich erinnern?



3 Courage

Du hast alles was du brauchst, um den nächsten Schritt zu gehen - hab Mut!

Oft geht es darum, Mut zu haben, aus einer alten Bewegung rauszugehen oder eine neue Bewegung zu gehen.  Mut ist eines der wichtigsten Haltungen, die es mehr wie notwendig braucht. Mut, mein gesundes Nein zu kultivieren. Mut stopp zu sagen, wenn Unrecht geschieht. Mut hinzuschauen auf die Bewegungen in mir, um mich und in der Welt. Mut vor allem hinzuspüren auf das, was gerade in mir und um mich passiert.



4 Evolutionary tension

Wenn die Zukunft ruft, kann der Druck schon ganz enorm werden. So stark, dass sich alles nur mehr zusammenzieht, oder ich gar nichts mehr wahrnehmen kann. Dass ich einfach mich wegdrehe. 

Kann ich für mich den Punkt entdecken, wo ich noch da sein kann und atmen? Also so weit rauszoomen von der Situation, bis ich wieder „Luft“ bekomme?

Und dann schaue oder besser spüre, was ich alles wahrnehmen kann. Ist es mir möglich mich an diesem Punkt mit meinem Potential zu verbinden, ist das ein Schlüssel. Denn auf mich kommt nur das zu, wo ich auch in mir die Fähigkeit habe da durch zu gehen. Da genau dieser Moment mein Lehrmeister ist. Was ist meine höchste Möglichkeit gerade? Und die ist eben je nach dem, wie sehr ich gerade in der Liebe, in der Demut sein kann eben um etliches höher, als wenn ich an meinem „Ego“ festhalte.

Der ideale Zeitpunkt für einen wichtigen Schritt kommt nie. Oft wird es eh nur schwieriger oder der „Preis" wird höher. Wenn ich dass tiefer in mir verstanden habe, darf sich etwas entspannen und Druck fällt ab. Die Angst ist zwar noch immer da, aber das Ego ist kleiner geworden und macht einen Schritt um vieles möglicher.

Evolutionary tension ist dieser Druck der die Zukunft auf mich ausübt. Etwas Neues zu meistern. Ich kann über mich selbst hinauswachsen, wenn ich die Herausforderung annehme. Der Boden unter mir erscheint oft erst, wenn ich mit dem Fuß auftrete.



5 Habit

Gewohnheiten durchbrechen um einer heilenden Bewegung Raum zu geben.

Habit die Gewohnheit macht uns oft zu schaffen. Manchmal erfahren wir Heilung. Doch sobald wir wieder in die alten Gewohnheiten zurückkehren ist die Schwerkraft des Gewohnten stärker als das Neue, das erst gerade möglich geworden ist. Ich bin was ich denke, rede, tue. Mache ich mit dem Alten weiter, scheint die Heilung oft doch nicht so gewesen zu sein. Meistere ich den „2. Test“, also die Umsetzung, durchbreche ich die Gewohnheit und eine heilere Version von mir hat einen ganz neuen Weg vor sich.



6 Humility

Demut heißt nicht sich klein zu machen.

Habe ich den Mut zur Demut, mich zu verneigen und zu vertrauen anstatt zu kontrollieren?

Manchmal ist es einfach das Verneigen vor dem Leben an sich, das uns in die Demut bringt und damit können wir wieder gesünder lauschen, um was es eigentlich geht. Stellen wir uns über Gott und meinen die Dinge bestimmen zu können, bleiben wir stecken. Angst lässt uns oft zu sehr kontrollieren und zu wenig vertrauen.



7 Honesty

Ehrlichkeit hilft uns in die Mitte zurück. Tiefe innere Ehrlichkeit anzuerkennen wo ich gerade stehe. Merke ich, dass ich einen Fehler gemacht habe, korrigiere ich ihn.

Wobei ich mir genau so bewusst machen sollte, dass ich mit Ehrlichkeit um jeden Preis auch Schaden anrichten kann. Die Ehrlichkeit, die ich meine, ist ein Samen in mir, der mein Leben immer transparenter macht - in mir. Was nicht heißt, dass dies für jeden sichtbar ist. Das ist eine Frage des Bewusstseins-Raumes.

 



8 Leaning in

Was mag ich gerade retten? Kann ich die Angst spüren die mich diese Bewegung machen läßt?

 

Manchmal nehmen wir vielleicht unsere Bedürfnisse zurück und tun Dinge, um z.B. der Familie zu gefallen und dadurch die Zugehörigkeit zu sichern (Leaning in Karte). Oder wir ziehen uns in uns selbst zurück oder flüchten z.B. in Ablenkung (leaning out Karte)



9 Leaning out

Was schreckt mich gerade zurück? Kann ich die Angst spüren, die der Grund ist, warum ich den Beziehungsraum verlasse?

 

Manchmal nehmen wir vielleicht unsere Bedürfnisse zurück und tun Dinge, um z.B. der Familie zu gefallen und dadurch die Zugehörigkeit zu sichern (Leaning in Karte). Oder wir ziehen uns in uns selbst zurück oder flüchten z.B. in Ablenkung (leaning out Karte)



10 Listen - empty card

Die Leere Karte ist ein Hinweis: Bin ich mit einer stimmigen Haltung mit den Karten? Habe ich eine stimmige Frage gestellt? Brauche ich eine andere Unterstützung? Möchte die Karte ein Thema aufzeigen, dass in den anderen Karten nicht klar genug vorkommt?



11 Love / Fear

Ich kann mich jeden Moment entweder für die Angst oder die Liebe entscheiden. Vor vielen Jahren hat das ein lieber Freund mal zu mir gesagt. Es gibt Sätze, die bleiben „kleben“.

Und ich habe das kontempliert und tue das noch immer oder immer wieder. Wenn wir nur das Jetzt haben und uns jeden Moment neu entscheiden können, ist das manchmal schon eine sehr aufregende Sache. Vor allem je tiefer mir die Kraft dieses Satzes bewusst wird.

In kleinen Themen wie in großen, in inneren Angelegenheiten wie in äußeren.

 

Wenn ich mich für die Liebe entscheide, gibt es sonst nichts mehr zu entscheiden.

 

Der Rest ist nur zu gehen, auch wenn das Angst machen kann und schmerzhaft sein kann und Konsequenzen haben kann. Bleibe ich in der Liebe ist für alles gesorgt. Und es ist ein Weg. Ich kann nur von da weg gehen, wo ich gerade bin. Von dem Platz, was ich jetzt gerade unter Liebe verstehen kann. Und ich mache Erfahrungen damit. 

 



12 Out of alignment

Wo stehe ich gerade auf der Leitung. Was mag ich da gerade nicht sehen oder hören, oder fühlen?

Out of alignment weist und auf unseren „Ego-Schatten“ hin. Der wächst mit unserer Entwicklungsintelligenz mit. Wir fühlen uns vielleicht eh in der Bewegung aber etwas stimmt doch nicht. Oder wir stehen auf der Leitung.



13 Recognise what is

Wenn ich anerkenne, was gerade in mir und um mich ist, kann sich mein nächster möglicher Schritt daraus ergeben.

Anerkennen was ist, das ist der Hinweis einfach mal hin zu sitzen und mit dem sein, was ist. Oft braucht es dazu auch ein Gegenüber um besser zu sehen. Und das dann zu fühlen ist der einzig nächst mögliche Schritt. Möchte ich gleich zum übernächsten Schritt gehen, werde ich nicht viel weiter kommen.



14 Trauma

Gemeinsam die Tränen weinen, die zu weinen sind. Beziehen, ein sicherer Raum. 

Stoßen wir auf ein Trauma, braucht es meist Beziehung. Ein Gegenüber, das mir hilft zu spüren, was alleine oft nicht so möglich ist. Wir sind nicht hier um es alleine zu gehen!



In drei Varianten

für zu Hause

für die unterwegs

zum Download



Glasbläserkunst auf Malerei

Ich liebe die Zusammenarbeit mit meiner Cousine Veronika Petutschnig. Da sie in für mich in genialer Weise ihre Kunst mit dem Gespür der natürlichen Bewegung von innen heraus und dem ständigem Austausch mit der Natur, die wir ja sind, verkörpert.