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Natürliche Präzession

Wie finde ich raus, was mein Körper von einem Eintopf im Moment nicht verträgt?

 

Wie weit muss ich von einer Situation rausgehen um zu überblicken, was sich da gerade abspielt? Wie sehr muss ich mich in eine Situation einlassen um fühlen zu können um mich kümmern zu können. 

Sehr schnell lande ich da in enormer Energieverschwendung, wenn ich nicht präzise genug bin?

Im Shiatsu arbeite ich nicht an den Stellen die "schreien", wo die offensichtlichen Symptome liegen, sondern mache mich auf die Suche nach den Stellen, die "zu leise" sind. Wo zu wenig Energie ist. Gelingt es mir die zu finden und in Fluss zu bringen, gleicht sich der rest natürlich aus. Dies sollte ein möglichst natürlicher Akt sein, der kaum Energie braucht. Verkrampfe ich mich als Praktiker, bin ich nicht ganz da!

 

Ich möchte hier aber weder über kochen noch über Körperarbeit sprechen, sondern um "schwierige" Situationen oder Beziehungsmomente.

Kleine Situationen werden oft verkannt, da ich vielleicht glaube, mich zuerst ums grosse kümmern zu müssen.

Kümmere dich um die Dinge, wenn sie klein sind! (z.B.Affenbrotbäume, kleiner Prinz)

 

Wie nähert sich ein Kind (aus gesundem Umfeld) einer gefährlich scheinenden Situation? Es nützt natürlich die Energie der Entdeckungsfreude genau bis zu den Punkt, wo sich die Angst zeigt und tanzt mit der Angst, so lange sie noch aufregend ist. Wird die Angst grösser, holt es sich Unterstützung vom Umfeld, um so in der Leichtigkeit bleiben zu können und so muss es sich nicht verschliessen. Ein gesundes Kind verschwendet keine Energie! Da dies nicht der Natürlichkeit des Lebens entspricht.

Gesunde natürlich entwickelte Kinder ernähren sich von der Inspiration, und Neugierde ohne Wertung.

 

Können wir ähnlich tanzen mit Situationen, die uns schwierig erscheinen?

Kann ich mir eingestehen, dass mich etwas an einer Situation erschreckt, verstört hat und ich mich so weit zurücknehmen muss  bis mir klar wird, was mich da triggert?

Auch wenn ich 90% von der Situation beinhalten kann muss ich mich trotzdem um die 10% kümmern, da sonst unnötige Energieverschwendung stattfindet.

 

Kann ich genau an der Grenze tanzen, wo Aufregung und Angst sich die Hände reichen und ich noch ganz da sein kann? Ganz fühlen?

Muss ich einen Teil schalten, bin ich nicht hilfreich!

 

 

Es ist zuerst mal hilfreich Egoanteile wie: Heilen wollen, nicht der Böse sein zu wollen, Angst Ansehen zu verlieren... im Blick zu haben!

Auch geht es sehr um sich der Scham zu stellen. Die Verantwortung meiner vergangenen Handlungen zu übernehmen, was nicht heißt in alten Verträgen hängen zu bleiben!

 

Ich sehe es als meine Verantwortung an, so weit aus Situationen rauszugehen wie nötig, um einen möglichst erwachsenen reflektierten Blick darauf haben zu können. (Und wenn das heißt, dass ich auf den Jakobsweg gehe..)

Es funktioniert nicht effektiv, wenn Süchtige, Süchtige retten und heilen wollen!

 

Es ist im Grunde egal, ob ich Verantwortung für eine Familie oder eine grosse Firma habe. Das Prinzip ist immer das gleiche.

 

Zuerst muss ich meinen Motor starten. Bin ich bei meiner Kraft kann ich mich behutsam an das Rätsel, das zu lösen ist heranwagen. Achtsamkeit ist das Wichtigste. Solange ich bei meiner Kraft bin bin ich geschützt durch Verletzlichkeit. Ich kann es mir erlauben, so feinfühlig aufzumachen, dass ich das leiseste Flüstern hören kann und genug Raum und Zeit habe effektiv auf alles zu reagieren, so lange es subtil ist. Das ist dann so, wie ein sensibles Instrument zu stimmen.

 

Und eine Situation kann viele Ebenen davon haben. Wo  ich mich präzise einzeln Einfühlen muss, um klarer zu werden.

 

 

Wie komme ich in meine Kraft?

Wie kommt ein Kind in seine Kraft?

Natürlich in einem nicht feindlichen Umfeld, das nährend, begleitend unterstützt ist und natürliche Grenzen zum daran wachsen da sind.

Was kann ich jetzt für mich tun, um mir ein ähnliches Umfeld zu schaffen?

(Das kann ich schon in meinem Zimmer mit meinem "höheren Selbst" kreieren!)

Ich habe mir mal diesen Ort beim Pilgern in mir selbst noch einmal mehr bewußt gemacht. Das ist praktisch, da er immer dabei ist - nur manchmal vergesse ich das leider...

 

Die Angst vor Wespen zu überwinden gelingt eben nicht am besten dadurch in dem man dauernd in Wespennester hinein steigt.

Es macht vielleicht mehr Sinn, sich zu stärken, sich mit einer Wespe anzufreunden, sie zu kontemplieren, bis sie dir dann ihre Geschichte erzählt...

 

Ich trage die Weisheit des gesunden Kindes in mir wie jeder! Ich muss immer wieder neu lernen ihm zu lauschen. Weil ich Anfänger bin! 

Habe ich die Grösse zu meinen Stärken und Schwächen als Mensch zu stehen? Sie anzusprechen, da sie sowieso im Raum sind? Dann wird Schutz durch Verletzlichkeit erst so richtig wirksam!

 

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