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Geborgenheit erfahren

Das Genährt sein als Baby. Körperkontakt zur Mama. Muttermilch. Mamas Präsenz.

Das halten des eigenen Körpers. Berührung Haut auf Haut (meine Hand liegt auf meinem nackten Bauch oder Oberarm oder Hals, ...) Und sanfte Kreise vom Bauch heraus. Vom Unterbauch (1., 2. Chakra). Da wo das Urvertrauen sitzt, die Kraft der grossen Mutter. Ich finde mich langsam in meinen Rhythmus ein, den ich brauch, in die Art der Bewegung, egal wie subtil sie ist. Nehm den Atem als Unterstützung. Auf dass sich langsam wohliges Vertrauen ausbreiten darf. Nach oben, wo es mir hilft, die Energie nach untern sinken zu lassen und damit den Kopfbereich zu entlasten. Nach unten bis in die Zehen und darüber hinaus bis tief in den Boden, der mir einen gesunden Austausch mit der Erde ermöglicht.

So darf ich mehr und mehr landen in meinem Körper, hier auf der Erde. So kann ich die Nabelschnur zur Erde spüren, die mich immer nährt.

Das ist eine Übung die ich jeden Moment neu beginnen kann, aber eine Übung die ich nie beenden brauche. Die kann den ganzen Tag über gehen und vor allem auch in der Nacht. Ich lege meine Hand da hin, wo es mich gerade nährt. Das innere Schaukeln stellt ich ganz subtil mit der Zeit wie von selbst ein, wenn ich es brauche. Was brauche ich gerade von der Mama? Körperkontakt? Milch? Ihre Präsenz?

Sobald ich das herausgefunden habe, kann ich mich (auch im im Aussen) darum kümmern.

Ich kann mich selbst umarmen, halten, berühren, oder besser von jemanden halten lassen, wo es nährend ist.

Ich kann mich mit nährender Nahrung oder heilenden Mitteln versorgen, oder einfach Wasser das Elixier des Lebens schluckweise nährend einfliessen lassen in mein Das sein.

Ich kann mit mir selbst präsent sein, oder besser mit jemanden sein, der mir den Raum halten kann. (einfach nur sein)

Vor allem anfangs kann das Tränenmeer fliesen als wolle es nicht mehr aufhören. Und ich kann das aber regulieren, dass es in meinen Alltag einfliessen darf. Räume schaffen, wo die Tränen einfach fliessen dürfen. (Auch wenn ich sie unterdrücken muss, kann ich trotzdem sagen: ja ich sehe deine Tränen und kann das Wasser spüren, dass hinunterfließt und in den großen Kreislauf einfließt.) Und wenn da noch kein Zugang zu den Tränen ist, auch damit einfach liebevoll sein. Wie eine Mutter, die sich um ein Neugeborenes kümmert und doch am Leben teilnimmt. 

 

Und ich sehe diese pubertäre männliche Energie, die trotzt und ärgerlich ist und will. Die sofort in Angriff gehen will und sich zugleich hinter dem Schild versteckt. Die die einfach mal schreien will und einfach mal um sich schlagen will. Die ihre Kräfte spüren will und die körperlichen Grenzen erforschen mag.

Einfachmal mal komplett „auszucken“. Einmal so schreien, dass es endlich still werden kann im Innen. 

 

Dieses ganz gross und gleichzeitig ganz klein zu sein. Was Kinder um sieben herum sehr deutlich zeigen können. Ich will schon ganz gross mitspielen in der Welt und sobald es zur Verantwortung kommt, fallen sie ins Babystadium zurück. Kann ich dafür den Raum halten? Liebevoll da sein, dass sich „das innere Kind“ das ich bin Schritt für Schritt in diese Verantwortung hineinentspannen kann. Haben die Schritte das richtige Maß, scheint jeder Schritt machbar.

Nehm ich mir einen zu grossen Schritt vor, fang ich ihn erst gar nicht an zu gehen.

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